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Prominente Tote des Jahres 2008 aus der Wirtschaft


Hamburg (dpa)

JOACHIM HERZ, einer der Mitbesitzer des Handels- und Kaffeekonzerns Tchibo, starb am 31. Mai im Alter von 66 Jahren an den Folgen eines Badeunfalls auf dem Lake Rabun im US-Bundesstaat Georgia. Er wurde beim Schwimmen von einem Motorboot überfahren. Joachim Herz besaß 15 Prozent an der Holding maxingvest, zu der Tchibo und die Mehrheit am Nivea-Konzern Beiersdorf gehören. Er lag mit seinen Geschwistern Michael und Wolfgang im Streit, konnte aber wegen seiner Minderheitsposition keinen nennenswerten Einfluss auf das Unternehmen gewinnen. Herz wurde am 25. August 1941 geboren.

KLAUS J. JACOBS, Unternehmer und Mäzen, starb am 11. September im Alter von 71 Jahren im schweizerischen Küsnacht. Bekannt wurde er vor allem als Kaffee- und Schokoladenproduzent. Von 1973 bis 1990 prägte er den Schweizer Kaffee- und Schokoladenkonzern Jacobs Suchard als Vorsitzender der Geschäftsleitung und Verwaltungsratspräsident. 1996 fusionierte er seine belgische Callebaut mit der französischen Cacao Barry. Unter seiner Führung stieg Barry Callebaut zum weltgrößten Produzenten von Schokolade- und Kakaoprodukten auf. Klaus Johann Jacobs wurde am 3. Dezember 1936 in Bremen geboren.

STEFAN SCHÖRGHUBER, Münchner Großunternehmer, starb mit 47 Jahren in der Nacht zum 25. November an Herzversagen. Er war Herr über den weit verzweigten Konzern mit zahlreichen Beteiligungen an Brauereien (BHI/Paulaner, Kulmbacher, Karlsberg), Hotels (Arabella) und Immobilienfirmen (Bayerische Hausbau). Lange Zeit stand Schörghuber im Schatten seines Vaters Josef, der das Familienunternehmen aufgebaut hatte. Als er nach dessen Tod 1995 das Ruder übernahm, krempelte er die Unternehmensgruppe um. Schörghuber wurde am 6. Juli 1961 geboren.

KARL DIEHL, Nürnberger Industrieller, starb am 19. Januar im Alter von 100 Jahren. Der Diehl-Konzern zählt zu den größten deutschen Rüstungsproduzenten. Karl Diehl hatte die Leitung des ursprünglich als Kunstgießerei angelegten Unternehmens 1938 von seinem Vater Heinrich übernommen. Wegen seiner Rolle im Nationalsozialismus war Karl Diehl teilweise heftig umstritten. Sein Betrieb produzierte millionenfach Aufschlagzünder und Patronen, auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene waren beschäftigt. Außerdem unterhielt Diehl Produktionsstätten in mehreren Konzentrationslagern. Nach dem Krieg galt Diehl als freigiebiger Mäzen mit großem sozialem Engagement. Diehl wurde am 4. Mai 1907 geboren.

TOMAS BATA JR., tschechisch-kanadischer Schuhfabrikant, starb am 1. September in Toronto. Batas Vater Tomas Bata hatte 1894 in Zlín die Schuhfabrik Bata gegründet. Heute zählt Bata zu den größten Schuhherstellern und -verkäufern der Welt. Im Zweiten Weltkrieg musste die Familie emigrieren, Tomas Bata jr. flüchtete nach Kanada und organisierte das Unternehmen von dort neu. Nach der politischen Wende 1989 gelang es Bata, einzelne Teile des zwischenzeitlich verstaatlichten Familienbesitzes in Tschechien zurückzukaufen. Tomas Bata jr. wurde am 17. September 1914 in Prag geboren.
dpa so yyzz w4 kf
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