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Philips warnt Aktionäre vor Gewinneinbußen - Schwere Absatzprobleme


Amsterdam (dpa) - Der Elektronikkonzern Philips setzt wegen der wirtschaftlichen Flaute derzeit immer weniger Konsumgüter ab und hat seine Aktionäre vor deutlichen Gewinneinbußen gewarnt. Betroffen sei vor allem der Bereich Lifestyle, erklärte Konzernchef Gerard Kleisterlee am Donnerstag in Amsterdam. "Die Geschwindigkeit und die Heftigkeit, mit der die Schwächung der Wirtschaft die Nachfrage in Schlüsselmärkten trifft, beeinträchtigen auch das finanzielle Ergebnis bei Philips", sagte der Chef des Unternehmens, das unter anderem TV-Geräte, DVD-Recorder, Stereo-Anlagen, Lichttechnik und Rasierapparate herstellt.

"Der Abschwung, den wir nun sehen, ist ohne Beispiel in der jüngeren Vergangenheit und schreitet viel schneller und tiefer voran als erwartet", warnte Kleisterlee. Er sehe keine Chance mehr, die geplante Ergebnisverdopplung (EBITA je Aktie) im Jahr 2010 zu erreichen, wenngleich der Konzern immer noch Gewinne machen werde. Viele Aktionäre reagierten verschreckt und trennten sich zu Handelsbeginn von ihren Anteilsscheinen: Der Kurs sank um 5,76 Prozent auf 12,44 Euro.

Philips werde mit weiteren erheblichen Kostenreduzierungen in allen Konzernbereichen reagieren, kündigte Kleisterlee an. Die Restrukturierung werden allerdings auch zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 110 Millionen Euro verursachen und damit nun insgesamt 340 Millionen Euro kosten. Unabhängig davon soll der Medizintechnik- Bereich von Philips im noch laufenden vierten Quartal noch Umsätze zwischen 2,25 und 2,35 Milliarden Euro erwirtschaften. Bei der Heimelektronik werde mit Umsätzen zwischen 2,8 und 3,0 Milliarden Euro und bei der Lichttechnik zwischen 1,825 und 1,925 Milliarden Euro gerechnet.

Ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen ist wegen des geänderten Zuschnitts der Sparten sowie Verkäufen von Konzernteilen schwierig. Verglichen zum dritten Quartal 2008 würden die Planzahlen immer noch Wachstum in allen drei Säulen bedeuten. Über Absatzschwierigkeiten klagten in letzter Zeit auch Konkurrenten von Philips wie Siemens und General Electric.
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