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Ikea will in Krise wachsen - Bislang keine Folgen der Finanzkrise


Frankfurt/Main (dpa) - Der schwedische Möbelhändler Ikea spürt auf seinem wichtigsten Markt Deutschland bislang keine negativen Folgen der Finanzkrise. "Derzeit reagiert der Kunde viel positiver auf die wieder gesunkenen Benzinpreise und die aus seiner Sicht wieder vernünftigen Preise für Lebensmittel. Die Leute geben wieder mehr Geld für Einrichtungsgegenstände aus", sagte die Ikea- Deutschlandchefin Petra Hesser in einem Gespräch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt.

In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres (31. August) sei zu beobachten gewesen, dass die Kunden wieder verstärkt Möbel und nicht nur kleinere Artikel gekauft hätten, berichtete Hesser. Mittelfristig erwarte sie bei einem Anstieg der Arbeitslosigkeit allerdings Auswirkungen auf das Geschäft. Ikea habe aber auch in schlechten Zeiten die richtigen Angebote: "Wir sind immer gut durch jede Krise gekommen. (...) Wir gehen ein Stück weit gegen den Trend und sind in der Lage, Marktanteile zu steigern, weil der ein oder andere Mitbewerber auch rausfällt."

Das Unternehmen rechne sich mit seiner Produktpalette Chancen aus, das Bedürfnis nach schönem Design auch in der Krise besonders gut befriedigen zu können, meinte die Ikea-Chefin. "Wir waren immer schon ein Niedrigpreisanbieter und wir bleiben das auch. Das ist Teil unserer Philosophie." Es seien aber auf der anderen Seite auch keine Rekordumsätze zu erwarten. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2007/2008 hat Ikea Deutschland mit Hauptsitz in Wallau bei Wiesbaden rund 3,3 Milliarden Euro umgesetzt und damit 15 Prozent des Konzerngeschäfts beigetragen.

Im kommenden Jahr plant das Unternehmen in Deutschland die Eröffnung zweier neuer Häuser in Köln und in Würzburg zusätzlich zu den 43 bestehenden. Die Belegschaft von derzeit rund 13 600 Beschäftigten bleibe stabil, kündigte die Managerin an. Für die neuen Märkte würden rund 500 Menschen neu eingestellt.

Auf die weiteren Standortplanungen in Deutschland habe die zu erwartende Wirtschaftskrise keinen Einfluss, wie Hesser weiterhin sagte. "Das ist unser eigener Takt, den wir nehmen." Weiteren Bedarf sehe sie unter anderem in Stuttgart und Karlsruhe. Auch ein weiteres Haus im südlichen Rhein-Main-Gebiet schloss die Ikea-Chefin nicht aus: "Wir machen uns da schon Gedanken, was da noch möglich ist."

Gespräch: Christian Ebner, dpa
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