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Siemens will sich für große Zukäufe rüsten
Siemens rüstet sich einem Zeitungsbericht zufolge für größere Zukäufe. Auf der Hauptversammlung des Industriekonzerns Ende Jänner sollen den Aktionären Vorratsbeschlüsse für Kapitalerhöhungen vorgelegt werden.

Berlin (APA/ag.) - Siemens rüstet sich einem Zeitungsbericht zufolge für größere Zukäufe. Auf der Hauptversammlung des Industriekonzerns Ende Jänner sollen den Aktionären Vorratsbeschlüsse für Kapitalerhöhungen vorgelegt werden, berichtet die "Financial Times Deutschland". In erster Linie gehe es um die Genehmigung zur Ausgabe von bis zu 173,6 Millionen neuen Anteilsscheinen.

Dies entspräche einer Erhöhung des Grundkapitals um 521 Millionen Euro oder knapp 19 Prozent. Mit dem genehmigten Kapital solle der Konzern Zukäufe mit Barzahlung oder Aktien finanzieren können. Konkrete Pläne dafür bestünden derzeit aber nicht, zitierte das Blatt den Vorstand.

Ein Vorratsbeschluss sei auch für die Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen für bis zu 15 Milliarden Euro auf Siemens-Aktien geplant. Dies würde dem Bericht zufolge bis zu 200 Millionen Aktien oder einer Erhöhung des Grundkapitals um 22 Prozent entsprechen. Beide Maßnahmen seien bis zum Jahr 2014 befristet und ersetzten bisherige Vorratsbeschlüsse.

Siemens-Chef Peter Löscher (51) hatte im Oktober angekündigt, die weltweite Finanzkrise für Zukäufe nutzen zu wollen. Ingesamt ergäben sich derzeit attraktive Chancen, die der Konzern nutzen wolle, sagte der aus Villach stammende Manager in einem Interview. Vor Ausbruch der Krise habe sich Siemens finanzielle und strategische Spielräume geschaffen. Pläne für eine Kapitalerhöhung gebe es daher nicht.

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