logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
Chipproduzent Hynix kann mit Finanzspritzen von Gläubigern rechnen


Seoul (dpa) - Der defizitäre südkoreanische Chiphersteller Hynix Semiconductor steht nach Angaben von Wirtschaftsminister Lee Youn Ho kurz vor der Einigung mit seinen Gläubigern auf neue Finanzspritzen. Details seien noch nicht entschieden, doch seien sich die wichtigsten Gläubigerbanken prinzipiell darüber einig, das Unternehmen mit neuer Liquidität zu versorgen, sagte Lee am Montag vor Reportern in Seoul. Zugleich bekräftigte er, dass die Regierung gegenwärtig keine "direkten Hilfen" für den weltweit zweitgrößten Hersteller von Speicherchips erwäge. Allerdings könne sie Pläne für indirekte Hilfsmaßnahmen überprüfen, sollten die Banken ihre Unterstützungspläne zurückziehen.

Hynix ist wie seine Wettbewerber von der rückläufigen Nachfrage und starken Einbrüchen bei den Chippreisen betroffen. Nach Berichten südkoreanischer Zeitungen bat Hynix die Gläubiger um 500 Milliarden bis eine Billion Won (etwa 530 Millionen Euro).

Am Wochenende hatte Hynix angesichts der globalen Wirtschaftsflaute eine Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen angekündigt. Die Zahl der Manager soll um 30 Prozent gekürzt und die Arbeitskosten um mehr als 15 Prozent gesenkt werden. Beschäftigten mit mehr als zehnjähriger Betriebszugehörigkeit soll im Einvernehmen mit der Gewerkschaft ein Pensionsplan angeboten werden. In welchem Umfang das Personal abgebaut werden soll, war zunächst unklar.

Im dritten Quartal dieses Jahres hatte Hynix seinen Verlust deutlich ausgeweitet. Unterm Strich fiel den eigenen Angaben zufolge ein Verlust von 1,67 Billionen Won an. Nach einem Nettofehlbetrag von 711 Milliarden Won im Vorquartal verzeichnete Hynix damit im vierten Quartal in Folge einen Verlust. Im September hatte Hynix seine Produktionsanlage in den USA geschlossen.  << zurück zur Übersicht