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Finanzkrise belastet DekaBank mit fast einer Milliarde Euro


Frankfurt/Main (dpa) - Die Turbulenzen am Finanzmarkt und die Bankenkrise in Island belasten die DekaBank in diesem Jahr mit fast einer Milliarde Euro. "Trotz dieser möglichen Bewertungsabschläge gehen wir davon aus, dass wir im Gesamtjahr ein positives Ergebnis erreichen werden, das leicht unter dem Neun-Monats-Ergebnis liegen wird", sagte ein Sprecher des zentralen Fondsdienstleisters der Sparkassen am Montag auf Anfrage. Von Januar bis Ende September hatte die DekaBank ein wirtschaftliches Ergebnis - das sind Erträge minus Aufwendungen - von 97,5 Millionen Euro erreicht.

In Island, wo der Staat die drei größten Banken des Landes nur per Verstaatlichung vor der Pleite bewahrt hatte, ist die DekaBank nach Angaben des Sprechers mit rund 500 Millionen Euro in Wertpapiergeschäften engagiert. Diese seien zwar mit 1,2 Milliarden Euro abgesichert. Trotzdem haben die Fondsgesellschaft der Sparkassen knapp 300 Millionen Euro wertberichtigt, "um mögliche Ausfälle aufzufangen", wie der Sprecher sagte. DekaBank-Chef Franz Waas hatte vor knapp drei Wochen eingeräumt, in Island seien "erheblich Abschläge" und auch "Teilausfälle" möglich.

Auf strukturierte Kreditprodukte entfielen zudem Wertberichtigungen von 650 Millionen Euro. Hier schlug vor allem die Verschärfung der Finanzmarktkrise infolge der Pleite der US- Investmentbank Lehman Brothers Mitte September zu Buche. Der Sprecher betonte, die Bank stehe trotz der Belastungen vergleichsweise gut da: Die Kernkapitalquote lag Ende September bei 9,5 Prozent, zudem verfügt die Bank laut Waas über zehn Milliarden Euro Liquidität.  << zurück zur Übersicht