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TUI streicht wegen hoher Kosten für TUI Travel Dividende


Hannover (dpa) - Der Reisekonzern TUI streicht trotz unverändert positiver Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2008 die Dividende. Der Aufsichtsrat habe dem am Mittwoch in Hannover zugestimmt, teilte TUI am Abend mit. Grund seien die hohen Restrukturierungskosten aus der Fusion der TUI Touristiksparte mit dem britischen Konkurrenten First Choice. Aus dem Zusammenschluss war im September 2007 die Tochter TUI Travel mit Sitz in London entstanden. Die Kosten für Integration und Umstrukturierung waren nach neun Monaten 2008 mit 448 Millionen Euro beziffert worden. Die Vorleistungen würden in den kommenden Jahren allerdings zu einer deutlichen Steigerung der Ertragskraft führen, erwartet die TUI.

Es bleibe auch bei der Absicht, den Aktionären eine Sonderausschüttung aus dem Verkauf der Reedereitochter Hapag Lloyd zu zahlen, hieß es in der Mitteilung nach der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch weiter. Mit dem Abschluss dieser Transaktion werde Anfang des Jahres 2009 gerechnet. Die Containerreederei soll im Januar an ein Hamburger Konsortium verkauft werden. Die TUI hält künftig mittelbar noch ein Drittel an Hapag-Lloyd. Vollständig im Konzern bleibt aus dem Schifffahrtsbereich nur das Geschäft mit den Kreuzfahrten und der neue Sektor TUI Cruises, der eigene Kreuzfahrten anbieten wird.

2007 hatte TUI den Aktionären noch 25 Cent pro Aktie gezahlt. Im Jahr davor waren die Anteilseigner leer ausgegangen, nachdem der Konzern in die roten Zahlen gerutscht war. In diesem Jahr hatte die Zusammenlegung des TUI-Reisegeschäfts mit First Choice in den ersten neun Monaten tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen. Der Containerschifffahrt machten zudem hohe Treibstoffkosten zu schaffen. Unterm Strich ging das Konzernergebnis von Januar bis Ende September 2008 um fast 90 Prozent auf rund 45 Millionen Euro zurück  << zurück zur Übersicht