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Kugellager-Hersteller SKF streicht weltweit 2500 Stellen

Göteborg/Schweinfurt (dpa) - Vor allem wegen des drastischen Nachfrageeinbruchs in der Autoindustrie will der schwedische Kugellager-Produzent SKF weltweit 2500 Stellen streichen. Neben 1300 befristet eingestellten Mitarbeitern sollen 1200 Festangestellte ihre Arbeitsplätze verlieren.

Wie das Unternehmen am Mittwoch in Göteborg mitteilte, sind davon vor allem Tochterunternehmen in den USA, Frankreich, Italien, der Ukraine, sowie Brasilien und Argentinien betroffen. In den deutschen Tochterbetrieben soll es nach derzeitigem Stand keine Personalreduzierungen geben, sagte eine Unternehmenssprecherin in Schweinfurt.

Für das vierte Quartal erwartet SKF einen Absatzrückgang um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 2400 Mitarbeiter vor allem in Europa sollen zum Jahresende in Kurzarbeit gehen. SKF beschäftigt insgesamt 42 800 Menschen und betreibt in Deutschland einen Produktionsbetrieb im bayrischen Schweinfurt mit 4 500 Beschäftigten, einen kleineren in Lüchow in Niedersachsen mit knapp 700 Mitarbeiten sowie Werke in Mühlheim/Donau, Leverkusen und Berlin. Nach Unternehmensangaben beträgt die Gesamtzahl der deutschen Beschäftigten 6500.

Absatzrückgänge sollen hier mit Kurzarbeit und der Nichterneuerung befristeter Arbeitsverträge kompensiert werden. Eine Unternehmenssprecherin in Göteborg sagte, dass das deutsche Hauptwerk in Schweinfurt wenig betroffen sei, weil dort überwiegend für industrielle Kunden aus der Schwer- und Windkraftindustrie gefertigt werde. Dort seien die Krisenprobleme weiter weniger stark als in der Autoindustrie. Für letztere habe das Lüchower Werk seinen Kundenschwerpunkt.
dpa tb xx z2 gö

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