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Daimler schickt Zehntausende in Kurzarbeit


Stuttgart (APA/dpa) - Der deutsche Autobauer Daimler schickt wegen der dramatischen Absatzkrise Zehntausende Mitarbeiter in mehreren Werken in Kurzarbeit. Allein im Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim sind davon 10.000 der 18.000 Mitarbeiter betroffen, sagte eine Daimler-Sprecherin am Donnerstag. In dem Motorenwerk sei vom 12. Jänner an bis Ende März eine Vier-Tage-Woche geplant, zeitweise auch eine Drei-Tage-Woche.

Außerdem soll es rund um die Faschingsfeiertage eine mehrtägige Pause geben. In den vergangenen Tagen war mit dem Betriebsrat bereits für mehrere andere Werke Kurzarbeit vereinbart worden, weitere Standorte könnten folgen.

Die Arbeitnehmervertreter fordern angesichts der schwierigen Lage, Arbeiten nicht mehr an andere Unternehmen zu vergeben, sondern ins eigene Haus zurückzuholen. Der Betriebsratsvorsitzende des Werkes Untertürkheim, Helmut Lense, sagte: "In der momentanen Situation ist es die Pflicht der Unternehmensleitung, keine weiteren Arbeiten fremd zu vergeben. Deshalb wird in allen Bereichen geprüft werden, ob fremd vergebene Tätigkeiten wieder zurückgeholt werden können."

Im größten Pkw-Werk in Sindelfingen arbeiten rund 20.000 der 28.800 Beschäftigten ebenfalls nach den verlängerten Weihnachtsferien vom 12. Jänner 2009 an bis Ende März kurz. Auch dort gibt es eine Vier- oder Dreitage-Woche. Dies gilt bis Ende Februar auch für das Pkw-Werk Rastatt mit 6.100 Mitarbeitern. Im Brandenburger Transporterwerk des Konzerns in Ludwigsfelde ist im Jänner ebenfalls Kurzarbeit geplant - aber nur eine Woche lang. Weitere Kurzarbeit im Pkw-Bereich wird auch für andere Werke erwartet, der Nutzfahrzeugbereich soll dagegen zunächst nicht betroffen sein.

An 14 Standorten des Konzerns beginnen außerdem in diesen Tagen für insgesamt rund 150.000 Beschäftigte auf bis zu vier Wochen verlängerte Weihnachtsferien.

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