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Schaeffler: Wir halten uns an Investorenvereinbarung


Herzogenaurach (dpa) - Der Schaeffler-Konzern hat den Vorwurf zurückgewiesen, er mische sich vor der geplanten Übernahme unzulässig in die Geschäfte des Autozulieferers Conti ein. "Die Investorenvereinbarung steht. Wir halten uns an die Investorenvereinbarung", bekräftigte Firmensprecher Detlev Sieverdingbeck am Montag in Herzogenaurach. Conti hatte moniert, dass Schaeffler Einfluss auf die Neu-Verhandlungen mit Banken über die milliardenschweren Kredite für die Übernahme der früheren Siemens- Tochter VDO durch Conti habe nehmen wollen.

Aus Unternehmenskreisen in Herzogenaurach hieß es am Montag, "interessierte Kreise in Hannover" versuchten, beide Unternehmen systematisch gegeneinander auszuspielen, um gezielt das Klima zu vergiften. Dieser "Kleinkrieg" sei destruktiv und liege nicht im Interesse der beiden Unternehmen. Schaeffler werde dies nicht mitmachen. Angesichts der Automobilkrise komme es darauf an, sich voll auf das Geschäft zu konzentrieren. Wenn Schaeffler im Januar neuer Großaktionär bei Conti sei, werde es darum gehen, schnelle und pragmatische Lösungen im Interesse beider Unternehmen umzusetzen.

Unterdessen wird laut einem Pressebericht auch die Führungsposition von Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger in Zweifel gezogen. Eine von Conti ins Spiel gebrachte gemeinsame Automotive Group, die die Zulieferaktivitäten der Niedersachsen und der Franken bündeln könnte, dürfe nicht von Geißinger geführt werden, zitiert das "Handelsblatt" (Montag) aus Conti-Aufsichtsratskreisen. Der natürliche Kandidat dafür sei Conti-Chef Karl-Thomas Neumann. Schaeffler wies den Führungsanspruch der Niedersachsen zurück. Solche Entscheidungen treffe allein Schaeffler als Großaktionär. dpa sm stw/sb  << zurück zur Übersicht