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Goldman Sachs wegen Finanzkrise mit erstem Verlust seit Börsengang

New York (dpa) - Die führende US-Investmentbank Goldman Sachs ist durch die Finanzkrise erstmals seit ihrem Börsengang vor fast zehn Jahren in die roten Zahlen gestürzt. Das Wall-Street-Haus erlitt im Ende November abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal einen massiven Verlust von 2,12 Milliarden Dollar (1,55 Mrd Euro). Das teilte Goldman Sachs am Dienstag in New York mit.

Ein Jahr zuvor hatte die Bank noch 3,21 Milliarden Dollar Gewinn erzielt. Die Investmentbank schnitt damit noch schlechter ab, als von Analysten ohnehin im Schnitt befürchtet. Bislang hatte sich Goldman Sachs in der Finanzkrise klar besser als die Konkurrenz geschlagen und stets schwarze Zahlen geschrieben.

Auch im gesamten Geschäftsjahr 2007/2008 hinterließ die Krise deutliche Spuren. Nach einem Rekordergebnis im Vorjahr brach der Gewinn nun um 80 Prozent auf 2,32 Milliarden Dollar ein. Die Nettoerträge sanken um etwa die Hälfte auf 22,22 Milliarden Dollar. In einer ersten Reaktion stieg Aktie am Dienstag im vorbörslichen Handel dennoch deutlich.

Goldman Sachs war 1999 an die Börse gegangen. Als Folge der Finanzkrise gaben Goldman Sachs und Wettbewerber Morgan Stanley - die beiden letzten großen unabhängigen Wall-Street-Investmentbanken - kürzlich ihren Sonderstatus auf und wurden rechtlich zu gewöhnlichen Geschäftsbanken. Das verschärft die Regulierung und mindert den Spielraum für schnelle Profite, erlaubt aber zugleich den Zugriff auf stabile Kundeneinlagen. Morgan Stanley legt seine Quartalszahlen an diesem Mittwoch vor.
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