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IG Metall kritisiert "Ränkespiele" zwischen Conti und Schaeffler


Hannover/Nürnberg (dpa) - Die IG Metall hat den Machtkampf der Unternehmensspitzen kurz vor der Übernahme des Autozulieferers Continental durch die Schaeffler-Gruppe scharf kritisiert. "Wir gehen mit großen Schritten auf eine Rezession zu und die Manager der Continental AG und der Schaeffler-Gruppe ergehen sich in Ränkespielen und einer Schlammschlacht in den Medien", teilte der niedersächsische IG Metall-Chef Hartmut Meine am Donnerstag in Nürnberg am Rande eines gemeinsamen Betriebsräte-Treffens von Conti und Schaeffler mit. Die Manager spielten mit dem Vertrauen der Automobilhersteller und gefährdeten damit Arbeitsplätze.

Dies sei gegenüber den weltweit rund 213 000 Beschäftigten in beiden Unternehmen "unverantwortlich", kritisierte Meine, Mitglied im Conti-Aufsichtsrat. Belegschaften, Betriebsräte und Gewerkschaften von Conti und Schaeffler seien sich einig und agierten gemeinsam. "Eine dementsprechende Handlungsfähigkeit fordern wir auch von der Kapitalseite beider Unternehmen." Die persönlichen Rivalitäten müssten sofort beendet werden. Mögliche Umstrukturierungen von Unternehmensbereichen müssten zukunftsorientiert erfolgen. "Es muss ein ausgewogenes Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital realisiert werden, damit kein Unternehmensbereich von Continental und Schaeffler unter der Schuldenlast zusammenbricht."
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