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FedEx kürzt Gehälter auf breiter Front - Düstere Aussichten


Memphis (dpa) - Der zweitgrößte US-Paketdienst FedEx steigt wegen der düsteren Konjunkturaussichten noch stärker auf die Kostenbremse und kürzt alle Gehälter. FedEx erlebe die "schlechtesten Marktbedingungen" seiner 35-jährigen Geschichte, sagte Konzernchef Frederick Smith am Donnerstag.

Durch ein bereits zuvor drastisches Sparprogramm und wieder gesunkene Spritpreise konnte FedEx den Gewinn im Ende November abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal noch um drei Prozent auf 493 Millionen Dollar steigern. Der Umsatz legte nur ganz leicht um ein Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar (6,5 Mrd Euro) zu.

Das gesamte Jahr 2009 dürfte wegen eines Einbruchs der Nachfrage sehr schwierig bleiben, warnte Smith laut einer Mitteilung am Sitz in Memphis (Tennessee). Fedex hatte zuvor mehrfach seine Gewinnprognosen gekappt und die Aktie damit auf steile Talfahrt geschickt.

Wegen der breiten Kundenpalette von Firmen bis Privatpersonen gelten Logistiker als gutes Konjunkturbarometer. Der weltweite Branchenprimus UPS schraubte zuletzt nach einem Gewinneinbruch seine Erwartungen ebenfalls zurück. Die Deutsche Post steigt in den USA nach jahrelangen Milliardenverlusten zum Jahreswechsel aus dem defizitären Expressgeschäft (DHL) aus.

Der Rückzug der Deutschen Post sei für FedEx zwar eine seltene Gelegenheit zu Wachstum in den USA, sagte Finanzvorstand Alan Graf. So habe FedEx bereits frühere DHL-Kunden gewonnen. "Das globale Geschäft bleibt aber weiter unsicher."

Das gesamte Paketvolumen von FedEx bei US-Inlandssendungen fiel im zweiten Quartal um acht Prozent. Im internationalen Versand ging es um sieben Prozent zurück.

Die FedEx-Belegschaft soll ab Januar rund fünf Prozent weniger verdienen. Smith selbst verzichtet auf 20 Prozent. Zuvor hatte der Konzern bereits einen Einstellungsstopp verhängt. Im laufenden Geschäftsjahr 2008/2009 (31.5.) peilt FedEx einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,50 bis 4,75 Dollar je Aktie an.
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