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Mehr Verlust bei Escada - Flaute bei Luxusmode und Konzernumbau


München (dpa) - Die Flaute bei Luxusmode und der teure Konzernumbau haben den Damenmode-Konzern Escada tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Der Verlust nach Steuern liege im abgelaufenen Geschäftsjahr noch über dem Vorjahres-Fehlbetrag von 27,3 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Der genaue Wert werde derzeit ermittelt. Der Umsatz fiel in dem Ende Oktober abgeschlossenen Geschäftsjahr um 15,1 Prozent auf 582,5 Millionen Euro. Neben den Belastungen aus dem Konzernumbau leide das Unternehmen auch unter der Konjunkturschwäche, die für Konsumzurückhaltung sorge, hieß es.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen brach von 68,2 Millionen auf 19,7 Millionen Euro ein. Prognosen für das neue Geschäftsjahr gab das Unternehmen nicht ab. Angesichts der Rezessionssorgen hat sich Escada-Chef Bruno Sälzer aber für das kommende Jahr bereits auf ein schwieriges Umfeld eingestellt. "Ich fürchte, das Jahr 2009 wird für alle Beteiligten der Modebranche hart werden", sagte Sälzer kürzlich in einem Zeitungsinterview.

Angesichts der langen Vorläufe in der Modebranche erwartet das Unternehmen erst für die zweite Hälfte des neuen Geschäftsjahres bessere Geschäfte. Derzeit laufen bei Escada erste Bestellungen für die Winterkollektion 2009 an. Die entsprechenden Umsätze kann Escada dann mit dem Verkaufsstart für die Kollektion erst im vierten Quartal 2008/09 verbuchen. Wichtigster Auslandsmarkt für die Marke Escada sind die USA, wo die Finanz- und Wirtschaftskrise den potenziellen Kundinnen auf die Kauflaune geschlagen habe, sagte ein Unternehmenssprecher. "Der Kauf von Luxusmode ist von Stimmungen abhängig."
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