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Schaeffler erwartet EU-Votum - Spekulationen um Komplettübernahme


Herzogenaurach (dpa) - Vor der Entscheidung der EU-Kommission über die Conti-Übernahme hat sich der Schaeffler-Konzern zu neuen Gerüchten um eine Komplettübernahme des Hannoveraner Autozulieferers bedeckt gehalten. Schaeffler werde dies nicht kommentieren, hieß es am Freitag in Unternehmenskreisen in Herzogenaurach. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) dringen die Banken des fränkischen Familienunternehmens verstärkt darauf, dass Schaeffler die Investorenvereinbarung zur Übernahme von 49,9 Prozent auflöst und Conti komplett integriert.

Für diesen Freitag wird die Entscheidung der EU-Kommission zur geplanten Übernahme erwartet. Schaeffler rechnet mit grünem Licht aus Brüssel. Dann wäre die Herzogenauracher Gruppe Conti-Großaktionär. Die Investorenvereinbarung beschränkt das Schaeffler-Engagement bei Conti in den nächsten vier Jahren aber auf eine Minderheitsbeteiligung von 49,99 Prozent. Schaeffler wurden jedoch 82 Prozent der Anteile angedient, acht Prozent hielten die Franken bereits. Schaeffler muss die überzähligen Aktien deshalb bei Banken parken und einen Co-Investor suchen.

Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) wirft das Conti-Management Schaeffler vor, mit zu optimistischen Zahlen für das kommende Jahr zu arbeiten. Die möglichen Auswirkungen der Automobilkrise seien nicht ausreichend berücksichtigt. "Schaeffler macht keine unrealistischen Planungen", hieß es dazu am Freitag in Herzogenaurach.
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