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Aareal Bank stellt Voranfrage an Rettungsfonds


Hamburg (dpa) - Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) prüft einem Pressebericht zufolge eine Voranfrage der Aareal Bank. Der börsennotierte Immobilienfinanzierer befinde zwar in keiner kritischen Lage, er wolle sich aber rekapitalisieren, sagte eine mit der Situation vertraute Person dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Noch habe die Bank keinen offiziellen Antrag gestellt, es sei aber sowohl an Garantien wie auch an Eigenkapitalhilfen vom Staat gedacht, hieß es in dem Vorabbericht.

Ein Bank-Sprecher wollte dazu am Freitag in Wiesbaden keine Stellung nehmen. Die Aareal Bank beobachte die aktuellen Entwicklungen aufmerksam, sagte er lediglich. Zuletzt hatte Vorstandschef Wolf Schumacher eine künftige Nutzung des Rettungsschirms mit Blick auf den Wettbewerb in der Branche nicht grundsätzlich ausschließen wollen. "Wir schauen uns sehr genau an, ob die Banken, die Rettungspakete nutzen, Wettbewerbsvorteile haben", hatte er bei Vorlage der Quartalszahlen im November gesagt.

Auch die Postbank habe mit dem SoFFin verhandelt, hieß es in dem "Spiegel"-Bericht weiter. Sie wollte demnach Risikopapiere in Höhe von fünf Milliarden Euro loswerden. Im Rahmen des 480-Milliarden- Euro-Rettungspakets gibt es zwar die Möglichkeit, faule Kredite an den SoFFin abzutreten, sie müssen aber nach drei Jahren zurückgenommen werden. An dieser Regelung seien die Gespräche auch gescheitert.

Ein Postbank-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob es Gespräche gegeben hatte. Er verwies aber auf ein Interview mit Postbank-Chef Wolfgang Klein in der "Welt am Sonntag" Anfang Dezember. Damals hatte Klein gesagt, er könne sich gut vorstellen, einzelne Kreditpakete an den Staat zu verkaufen. Damit seien die Probleme aber nicht gelöst, da die Bank die abgestoßenen Papiere nach drei Jahren wieder übernehmen müsse.
dpa gr/sb yyfx n1 gö

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