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Royal Bank of Scotland blockiert Lösung bei Merckle

Ulm (dpa) - Die Rettung der Merckle-Gruppe droht einem Zeitungsbericht zufolge am Widerstand der Royal Bank of Scotland (RBS) zu scheitern. Das britische Kreditinstitut weigere sich, frische Mittel für die zum Merckle-Konglomerat gehörende Phoenix Pharmahandelsgruppe zur Verfügung zu stellen. Das berichtet das "Handelsblatt" am Freitag und verweist auf Informationen aus Finanzkreisen. Der Mannheimer Pharmahändler wollte dies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa nicht kommentieren. Auch die RBS wollte in der Zeitung keine Stellung beziehen.

Ein dringend nötiges Refinanzierungspaket für den Pharmahändler stehe damit auf der Kippe, hieß es in dem Bericht. Auch eine Lösung für die anderen Unternehmen der Merckle-Gruppe könne dadurch infrage gestellt werden. Die RBS gehört bisher neben der Landesbank Baden- Württemberg (LBBW) und der Commerzbank zu den Hauptkreditgebern unter den mehr als 30 Gläubigerbanken der Merckle-Gruppe.

Phoenix ist neben dem Baustoffhersteller HeidelbergCement und dem Generika-Hersteller ratiopharm eines der drei Hauptunternehmen der Merckle-Gruppe. Der Pharmahändler benötige nach Bankenangaben in den nächsten Wochen frische Liquidität von 300 bis 400 Millionen Euro, nachdem Merckle Finanzmittel aus dem operativen Geschäft abgezogen hatte, um Finanzierungslücken bei seiner Holding VEM Vermögensverwaltung zu stopfen, berichtete die Zeitung.
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