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ThyssenKrupp-Stahlsparte startet mit Kurzarbeit ins neue Jahr


Duisburg (dpa) - Der Industriekonzern ThyssenKrupp startet mit Kurzarbeit in seiner Strahlsparte ins Jahr 2009. Die ThyssenKrupp Steel AG hat dazu eine Rahmenvereinbarung für seine deutschen Stahlstandorte getroffen. Die ersten Duisburger Stahlarbeiter sollen bereits im Januar weniger arbeiten, bestätigte ein Sprecher am Freitag in Duisburg. Die Rahmenvereinbarung, die am Donnerstag zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung getroffen wurde, gilt bis Ende September 2009 und damit bis zum Ende des Geschäftsjahres 2008/2009.

Insgesamt betroffen seien 20 000 Beschäftigte des Segments Steel, 14 000 davon in Duisburg, sagte der Sprecher. Monatlich könnten bis zu fünf Schichten wegfallen, bei Lohnverlusten von bis zu zehn Prozent. "Die Kurzarbeit wird von Monat zu Monat und von Betrieb zu Betrieb verhandelt", sagte Sprecher Erwin Schneider. Neben den Hüttenwerken in Duisburg wird Stahl vor allem in Bochum, Dortmund, und im Siegerland produziert. Hochöfen sollen schon über Weihnachten auf ein "technisches Minimum" zurückgefahren und auf diesem Niveau gehalten werden.

Das Unternehmen reagiert mit der Kurzarbeit auf eine rückläufige Nachfrage vor allem der Autoindustrie. Als eine der ersten Maßnahmen hatte sich Deutschlands Stahlproduzent Nummer eins bereits von 2100 Leiharbeitern getrennt. Ein größerer Stellenabbau in der Stammbelegschaft ist aber offenbar nicht geplant. Konzern-Chef Ekkehard Schulz hatte schon bei der Bilanzvorlage im November ein milliardenschweres Sparprogramm angekündigt.
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