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BNP Paribas lehnt höheres Angebot für Fortis ab - bleibt rentabel
Paris (dpa)- Die französische Großbank BNP Paribas lehnt eine Erhöhung ihres Angebots für die Übernahme der belgischen Bank Fortis ab, deren Umstände in Belgien zu einer Regierungskrise geführt haben. Wenn nicht schnell eine Lösung gefunden werde, drohe die Übernahme zu scheitern, sagte BNP-Chef Baudouin Prot der Pariser Zeitung "Les Echos" (Montag). Fortis müsse angesichts der sich verschlechternden Märkte so schnell wie möglich stabilisiert werden.

Prot erinnerte daran, dass BNP Paribas von Belgien wegen Fortis angesprochen worden sei. Die Vereinbarung gelte bis zum 28. Februar 2009. "Wir werden davon nicht abweichen." Viel mehr als für BNP Paribas sei die Unsicherheit eine Belastung für Fortis. Belgien müsse jetzt die Bedingungen für die Übernahme schaffen. "Je länger das dauert, desto schwerer wird ihre Verwirklichung."

Ein Scheitern der Übernahme wäre zwar "eine verpasste Chance", hätte aber "keine negativen Folgen" für BNP Paribas, sagte Prot. Die Frage einer Kapitalerhöhung stelle sich nicht. "Wir werden 2008 mit einer harten Eigenkapitalquote (Tier-1) abschließen, die der vom Jahresanfang entspricht." Um diese Quote zu halten, lege die Bank auf bestimmten Märkten und in bestimmten Ländern strengere Risikokriterien an.

Die BNP Paribas hatte zuletzt einige Rückschläge zu verkraften. So wies die Investment-Tochter BFI in den elf neun Monaten 2008 einen Verlust von 710 Millionen Euro aus. Für das Gesamtjahr dürfte BNP Paribas dennoch laut Experten mit drei Milliarden Euro Gewinn abschneiden. Die Bank liege 2008 weltweit beim Ertrag in der Spitzengruppe und sei gut aufgestellt, um "auch 2009 deutliche Gewinne zu schreiben", sagte Prot.
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