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Porsche übernimmt Mehrheit an Volkswagen


Frankfurt (APA/ag.) - Der größte europäische Autokonzern Volkswagen gehört seit Montag mehrheitlich der kleinen Stuttgarter Sportwagenschmiede Porsche. Das von der Familie Porsche/Piech beherrschte Unternehmen teilte mit, seinen Volkswagen-Anteil durch weitere Aktienkäufe auf 50,8 von 42,6 Prozent der Stammaktien aufgestockt zu haben. Porsche will seinen Anteil im laufenden Jahr auf bis zu 75 Prozent aufstocken.

Das Unternehmen war vor gut drei Jahren überraschend bei Volkswagen eingestiegen. Für eine volle Kontrolle von VW reichen 75 Prozent aber nicht aus, weil die Sperrminorität bei Volkswagen bei 20 Prozent liegt und das Land Niedersachsen sein 20-Prozent-Paket behalten will. Die EU-Kommission blickt aber stirnrunzelnd auf die im VW-Gesetz festgelegte Schwelle und drängt auf eine Abschaffung der Sonderregelung.

Porsche will sich nach eigenen Angaben mit der Übernahme von VW einen seiner wichtigsten Partner bewahren. In Wolfsburg war Porsche-Chef Wendelin Wiedeking allerdings vor allem bei den Arbeitnehmervertretern auf Misstrauen gestoßen, die den Verlust ihrer traditionell starken Stellung bei dem Autobauer fürchten. Inzwischen ist allerdings VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh Chef des Gesamtbetriebsrats der Porsche Holding. Dort vertritt er etwa 30 Mal so viele VW-Werker wie Porsche-Mitarbeiter.

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