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Geplatzte Partnerschaft - Dow Chemical will Kuwait verklagen


New York (dpa) - Der US-Chemiekonzern Dow Chemical hat nach dem Platzen seiner Milliardenpartnerschaft mit Kuwait rechtliche Schritte angekündigt. In der Branche wird mit einer Schadenersatzforderung in Milliardenhöhe gerechnet. Der Rückzieher Kuwaits sei ein klarer Vertragsbruch, teilte Dow Chemical am Dienstag mit. Zugleich gebe es bereits Gespräche mit mehreren anderen Interessenten. Dow Chemical ist nach dem deutschen Branchenführer BASF der weltweit zweitgrößte Chemiekonzern.

Kuwait hatte kurz vor dem Jahreswechsel seine geplante 50-Prozent- Beteiligung wegen der globalen wirtschaftlichen Talfahrt abgesagt. Dow Chemical sollte für den Anteil nach früheren Angaben 7,5 Milliarden Dollar bekommen. Das Geld sollte auch die 15 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Wettbewerbers Rohm & Haas durch Dow Chemical mitfinanzieren. Dieses Geschäft könnte nun Berichten zufolge ebenfalls gefährdet sein. Dow Chemical hatte sich dabei gegen BASF durchgesetzt.

Mit der Kuwait-Partnerschaft wollte sich Dow Chemical ein weiteres Stück aus dem unter Druck geratenen breiten Geschäft mit Massenchemie zurückziehen. Ähnlich wie einige Wettbewerber treibt Dow Chemical eine Konzentration auf das lukrativere Spezialchemie-Geschäft voran.

An dieser Strategie wolle Dow Chemical weiter festhalten, betonte Konzernchef Andrew Liveris laut einer Mitteilung am Sitz in Midland (Michigan). Deshalb suche der Konzern nach anderen Partnern. Sollte sich Kuwait doch noch für eine Zusammenarbeit entscheiden, sei Dow Chemical dazu bereit.
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