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Niederländischer Lyondell-Basell-Konzern stellt US-Insolvenzantrag


New York/Rotterdam (dpa) - Der hoch verschuldete amerikanisch-niederländische Chemiekonzern Lyondell-Basell hat in den USA Gläubigerschutz beantragt. Betroffen sei neben den US-Konzernteilen auch die deutsche Holdinggesellschaft Basell Germany, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in den USA mit.

Das Insolvenzverfahren nach US-Recht ("Chapter 11") solle zur Sanierung genutzt werden und der Betrieb dabei weiterlaufen. Erste Schritte zur Neuordnung der milliardenschweren Schuldenlast seien bereits vereinbart. Schuld an den Problemen sei die Wirtschaftskrise: Die Nachfrage sei in den vergangenen sechs Monaten dramatisch gesunken, sagte Konzernchef Volker Trautz laut der Mitteilung.

Lyondell-Basell hat seinen größten europäischen Produktionsstandort in Wesseling bei Köln, ein Chemiewerk mit mehr als 2000 Beschäftigten. Daneben gibt es deutsche Fabriken unter anderem in Frankfurt und Ludwigshafen sowie im oberfränkischen Bayreuth.

Die global tätige Gruppe mit Hauptsitz im niederländischen Rotterdam zählt zu den weltgrößten Chemiekonzernen. Im Jahr 2007 hatte die niederländische Basell-Gruppe den US-Wettbewerber Lyondell mit Sitz in Houston (Texas) übernommen. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund 55 Milliarden Dollar.

Der Konzern hatte zuvor bereits einen deutlichen Stellenabbau und die Schließung von Werken bekanntgegeben. Trautz kündigte weitere Einsparungen an.
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