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US-Telekom-Konzern Verizon erwartet hartes Schlussquartal

New York (dpa) - Der US-Telekommunikationskonzern Verizon rechnet wegen der Finanzkrise mit erheblichem Gegenwind zum Jahresende. Für das gesamte Jahr stellte Konzernchef Ivan Seidenberg am Montag beim Gewinn je Aktie nur noch ein Wachstum von acht Prozent in Aussicht. Dabei hatte Verizon in den ersten neun Monaten auf dieser Basis ein Plus von 19 Prozent verbucht. Im dritten Quartal legte der Gewinn im Jahresvergleich um mehr als 30 Prozent zu - aber auch weil vor einem Jahr eine Steuernachzahlung das Ergebnis massiv gedrückt hatte.

Verizon verdiente im dritten Quartal 1,67 Milliarden Dollar - 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz legte um 4,1 Prozent auf 24,75 Milliarden Dollar zu. Wichtigster Wachstumstreiber war wieder das Mobilfunk-Geschäft, das Verizon im Heimatmarkt USA zusammen mit Vodafone betreibt. Das Gemeinschaftsunternehmen Verizon Wireless steigerte den Umsatz um 12,5 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar.

Rund 2,1 Millionen Mobilfunk-Kunden kamen hinzu - knapp ein Drittel davon allerdings durch eine Übernahme. Insgesamt hat Verizon Wireless damit 70,8 Millionen Kunden. Mit der geplanten Übernahme des kleineren Konkurrenten Alltel will Verizon Wireless die Nummer eins im US-Markt werden. Der bisherige Branchenführer AT&T kam zuletzt auf 74,9 Millionen Kunden.

Die Umsätze mit mobilen Datendiensten legten im Jahresvergleich um 42,5 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zu. Mehr als 60 Prozent der Kunden hätten inzwischen Geräte, die für schnelle Datenverbindungen in Netzen der neuen Generation (3G) gerüstet sind, hieß es.

Wie bei anderen Telekom-Unternehmen geht auch bei Verizon das Festnetzgeschäft zurück. Im abgelaufenen Quartal schrumpfte es um 1,7 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar. Die Zahl der Kunden mit Breitband-Internetverbindungen stieg um 9,1 Prozent auf 8,5 Millionen.
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