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Für Chrysler könnte es schon zu spät sein


Detroit (APA/ag.) - Für den schwer angeschlagenen US-Autobauer Chrysler könnte es nach Einschätzung von Analysten schon zu spät sein. Der ehemalige Daimler-Tochterkonzern steht deutlich schlechter da als die beiden anderen großen US-Autokonzerne, Ford und General Motors. Um arge 53 Prozent sank der Absatz im Dezember. Für das Gesamtjahr lagen die Verkäufe der Marken Chrysler, Dodge und Jeep 30 Prozent niedriger.

Obwohl die US-Regierung Chrysler bisher schon 4 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro) Kredit gewährt hat und weitere Mittel in Aussicht stehen, glauben Analysten nicht, dass das Unternehmen das laufende Jahr überstehen wird. "Im Prinzip sind sie erledigt", sagt Auto-Analyst Aaron Bragman von der Beratungsfirma IHS Global Insight in Troy im US-Staat Michigan.

Chrysler selbst wollte zu Spekulationen um seine Zukunft keine Stellung nehmen. "Wir konzentrieren uns völlig auf unsere Pläne, das Überleben des Unternehmens sicherzustellen", sagte Sprecherin Shawn Morgan am Mittwoch in Detroit.

Dafür könnte es schon zu spät sein. Chrysler will 2010 ein Elektroauto auf den Markt bringen. Aber bis dahin gibt es kaum Modelle, die einen Verkaufserfolg versprechen. Viele Analysten sagen voraus, dass Chrysler bis 2010 entweder von einem anderen Autohersteller übernommen oder von seinem Mehrheitseigner, der New Yorker Anlagefirma Cerberus, in Stücken verkauft sein werde.

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