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Hypo Real Estate drohen Schadenersatzforderungen


München (APA/dpa) - Dem angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) drohen Schadenersatzforderungen im zweistelligen Millionenbereich. Am Donnerstag werde beim Landgericht München I eine Klage auf Schadenersatz über knapp vier Millionen Euro gegen die HRE eingereicht, kündigte der Anwalt der Münchener Kanzlei Rotter, János Morlin, in der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" an.

Ende September sei eine weitere Klage geplant. Die Forderung könnte dann "im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen", sagte Morlin. Die Kläger werfen dem Münchner Immobilienfinanzierer vor, die wirtschaftliche Situation falsch dargestellt zu haben. Die HRE hatte seit August 2007 öffentlich wiederholt beteuert, keine Belastungen aus der US-Subprime-Krise zu erwarten.

Am 15. Jänner 2008 räumten die Münchner dann aber doch Abschreibungen wegen der Finanzmarktkrise ein. Am 29. September 2008 machte HRE zudem die existenzgefährdende Schieflage der übernommenen Depfa-Bank öffentlich. Die erste Klage der Kanzlei umfasst HRE-Aktienkäufe zwischen November 2007 und Jänner 2008, die zweite Käufe von HRE-Papieren zwischen dem 15. Jänner bis 28. September 2008.

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