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Commerzbank-Chef rechnet frühestens 2012 mit Ausstieg des Bundes


Frankfurt/Berlin (dpa) - Die Commerzbank stellt sich auf eine längerfristige Beteiligung des Bundes als Großaktionär ein. Er rechne "sicherlich nicht in den nächsten zwei bis drei Jahren" damit, dass die Regierung ihren 25-Prozent-Anteil an dem Kreditinstitut wieder verkauft, sagte Vorstandschef Martin Blessing der "Welt am Sonntag".

Der staatliche Bankenfonds SoFFin gibt dem DAX-Konzern insgesamt 18,2 Milliarden Euro, um den kurz vor dem Abschluss stehenden Kauf der Dresdner Bank und weitere Belastungen aus faulen Kreditpapieren abzusichern. Im Gegenzug wird der Bund größter Einzelaktionär der zweitgrößten deutschen Bank mit 25 Prozent plus einer Aktie.

Blessing räumte ein: "Wenn Sie beide Hilfspakete herausrechnen, wäre unsere Kapitalausstattung in der Tat nicht besonders rosig." Allerdings sei es bei den in der vergangenen Woche vereinbarten zusätzlichen zehn Milliarden Euro nicht darum gegangen, "das Überleben der Bank zu sichern": "Vielmehr wollten wir einen zusätzlichen Puffer, um das gemeinsame Institut gegen mögliche weitere Turbulenzen wetterfest zu machen", sagte Blessing. "Wenn keine weiteren Großkatastrophen mehr eintreten, sollte unser Kapitalpuffer reichen."

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