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Porsche-Chef Wiedeking: "Wir müssen den Gürtel enger schnallen"


Stuttgart (dpa) - Selbst der erfolgsverwöhnte Autobauer Porsche stimmt seine Belegschaft angesichts der schwachen Nachfrage auf schwere Zeiten ein. Nach einem Bericht der "Automobilwoche" (Montag) kündigte der Chef des Sportwagenherstellers, Wendelin Wiedeking, erneut "einschneidende Maßnahmen" und eine Produktionskürzung an. "Vor uns liegt ein steiniger Weg, von dem wir noch nicht wissen, wie lang er sein wird", zitiert die Wirtschaftszeitung aus einem Brief Wiedekings an die Mitarbeiter.

Von den beschlossenen und in Teilen bereits abgekündigten Maßnahmen seien sämtliche Unternehmensbereiche und Abteilungen betroffen. Vor allem bei den Kosten sieht Wiedeking "noch erhebliches Sparpotenzial, das wir heben wollen". Außerdem werde die Produktion gedrosselt. "Denn lieber bauen wir ein Fahrzeug zu wenig als eines zu viel, das dann auf der Halde landet und unser Unternehmen langfristig belastet", schreibt der Konzernchef laut "Automobilwoche" weiter.

In dem Brief zeigt sich der Porsche-Chef optimistisch, mit der Markteinführung der vierten Porsche-Baureihe Panamera im Spätsommer den Absatz stabilisieren zu können. Er kündigt aber auch an: "Keine Frage, wir werden unseren Mitarbeitern in den kommenden Monaten viel abverlangen. Und wir alle werden unsere Gürtel etwas enger schnallen müssen." Für Porsche sei dies eine ungewohnte Erfahrung.

Auch Porsche war zuletzt von der schweren Absatzkrise auf dem Automarkt eingeholt worden. Der Stuttgarter Autohersteller erwartet einen "spürbaren Absatzrückgang" im laufenden Geschäftsjahr und hat ein Sparprogramm gestartet. Der Start ins neue Geschäftsjahr 2008/09 war ernüchternd. Von Anfang August bis Ende November sank der Umsatz von 2,36 Milliarden Euro im Vorjahr auf nur noch leicht über 2 Milliarden Euro, der Absatz ging um 5500 auf 25 200 Sport- und Geländewagen zurück.

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