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Banken verhindern Beherrschungsvertrag für REpower
Hamburg (dpa) - Der indische Suzlon-Konzern kann mit seiner Hamburger Tochterfirma REpower keinen Beherrschungsvertrag abschließen. Die Banken wollen REpower nur dann Kredite für die weitere Finanzierung des Wachstums geben, wenn Suzlon auf den geplanten Beherrschungsvertrag verzichtet, teilte REpower am Montag in Hamburg mit. Der Windanlagen-Hersteller verfolgt einen ehrgeizigen Wachstumskurs und will seinen Umsatz innerhalb weniger Jahre vervielfachen. Das ist aus eigenen Mitteln nicht möglich. Suzlon hält nach einem Übernahmegefecht gegen den französischen Areva-Konzern zwei Drittel an REpower und kann über rund 90 Prozent der Stimmrechte disponieren. Der geplante Erwerb weiterer Anteile der portugiesischen Martifer-Gruppe im Dezember soll sich aber möglicherweise verzögern.

Das geplante Wachstum des Unternehmen von 680 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro in diesem Geschäftsjahr (31.3.) und um weitere 40 Prozent in den Folgejahren ist nach Angaben eines Unternehmenssprechers nicht in Gefahr. Die REpower-Anlagen werden meistens im Rahmen größerer Windparks aufgestellt; die Auftraggeber sind Energieversorger. Deshalb wäre REpower nicht so stark betroffen, falls Einzelbesteller von Windkraftwerken wie zum Beispiel Landwirte weniger ordern sollten. Für das laufende und das kommende Jahr sind die Kapazitäten von REpower noch ausgelastet; um weiteres Wachstum zu erreichen, benötigt der Windanlagen-Hersteller jedoch neue Aufträge.

Der Aktienkurs des Unternehmens hatte im Mai dieses Jahres bei mehr als 243 Euro seinen Höchststand gefunden. Am Montag brach die Aktie nach monatelangem Rückgang erneut ein und notierte mittags nur noch bei 63 Euro. Tatsächlich haben sich die geschäftlichen Perspektiven des Unternehmens in dieser Zeit jedoch nur wenig verändert. Die Marktaussichten für Windenergie sind weltweit positiv, vor allem im Ausland. Sollte der Markt sich aber weniger dynamisch als erwartet entwickeln, könnten Überkapazitäten bei den Herstellern die Folge sein.
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