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Kurzarbeit bei Daimler - zehntausende Mitarbeiter betroffen


Stuttgart (dpa) - Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren hat der Autobauer Daimler wegen der Absatzkrise am Montag zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Betroffen seien neben dem Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim auch das größte Werk des Konzerns in Sindelfingen (Kreis Böblingen) sowie sechs andere Standorte in Deutschland, sagte eine Sprecherin am Montag in Stuttgart. Daimler reagiert mit der Produktionsdrosselung auf den massiven Absatzeinbruch in den vergangenen Monaten.

In den Werken Sindelfingen, Untertürkheim, Rastatt, Berlin, Ludwigsfelde und Hamburg arbeiten zunächst knapp 40 000 Beschäftigte kurz. Wie viele Mitarbeiter an den Standorten Bremen und Düsseldorf betroffen sind, sei derzeit noch nicht klar, sagte die Daimler- Sprecherin. Insgesamt arbeiten bei Mercedes-Benz Cars in Deutschland rund 85 000 Menschen. In den Nutzfahrzeug-Werken soll es dagegen zunächst keine Kurzarbeit geben.

Für den Großteil der betroffenen Werke haben Unternehmensleitung und Betriebsrat zunächst bis Ende März Kurzarbeit vereinbart. Wie es danach weitergeht ist derzeit Angaben des Konzernbetriebsrates zufolge noch offen. "Es gibt Vereinbarungen bis Ende März. Dann muss die Situation rechtzeitig neu bewertet werden", sagte eine Sprecherin von Betriebsratschef Erich Klemm.

Allein im Daimler-Stammwerk wurden 10 000 der 18 000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. In dem Motorenwerk ist bis Ende März eine Vier-Tage-Woche geplant, zeitweise eine Drei-Tage-Woche. Dies gilt auch für rund 20 000 der 28 800 Beschäftigten im Montagewerk Sindelfingen, wo vor allem die Mercedes-Benz S-, E- und C-Klasse gebaut wird.

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