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Münchener Rück: Bedarf an Rückversicherung wächst durch Finanzkrise

Baden-Baden/München (dpa) - Die Münchener Rück sieht angesichts der Finanzkrise einen steigenden Bedarf an Rückversicherung. Der Trendwechsel zu höheren Preisen sei vollzogen, teilte das DAX- Unternehmen am Montag anlässlich des Rückversicherer-Treffens in Baden-Baden mit. "Deshalb erwarten wir, unser profitables Geschäft ausbauen zu können und damit aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen", erklärte Vorstandsmitglied Ludger Arnoldussen laut Mitteilung. Die entstehenden Marktchancen wolle das Unternehmen konsequent nutzen.

In Baden-Baden setzen Erst- und Rückversicherer ihre Gespräche über die Erneuerung der Rückversicherungs-Verträge fort, die Anfang September in Monte Carlo begonnen haben. Angesichts der Finanzkrise könnten sich die Erstversicherer schlechter am Kapitalmarkt refinanzieren, sagte Arnoldussen. Deshalb fragten sie stärker Rückversicherungs-Leistungen nach.

Alleine die zehn nach Marktkapitalisierung größten Erstversicherer hätten seit Anfang September mehr als ein Viertel ihres Börsenwertes verloren, sagte Arnoldussen. Damit wachse die Bedeutung der Rückversicherung auch als direkter Kapitalersatz. Die Münchener Rück sieht daher die Chance auf profitables Geschäft mit den Erstversicherern und darauf, zur Eindämmung der Finanzkrise beizutragen. Dabei werde der Rückversicherer weiterhin nur Verträge zu angemessenen Preisen zeichnen. "Wo die Münchener Rück die erforderlichen Preise nicht erzielen kann, wird sie kein Geschäft zeichnen", sagte Arnoldussen.

Die Finanzmarktkrise hat allerdings auch die Münchener Rück getroffen. Im Juli kappte der Vorstand das Gewinnziel für das Gesamtjahr um ein Drittel. Für das dritte Quartal kündigte das Unternehmen bereits weitere Wertberichtigungen im Anlageportfolio an. Die Münchener Rück will ihre Zahlen für die Monate Juli bis September am 7. November vorlegen.
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