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Sony angeblich vor erstem operativen Verlust seit 14 Jahren


Tokio (dpa) - Der japanische Elektronik-Riese Sony ist angeblich vom wirtschaftlichen Abschwung noch schlimmer betroffen als bislang bekannt. Japanische Medien berichteten am Dienstag, Sony steuere auf den ersten operativen Verlust seit 14 Jahren zu. In dem noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr sei mit einem operativen Minus von 100 Milliarden Yen (850 Mio Euro) zu rechnen, schrieb die Wirtschaftszeitung "Nikkei".

Bei einem ungünstigen Geschäftsverlauf im laufenden Quartal könne der Verlust auch noch höher ausfallen, hieß es. Sony hatte bereits im Dezember die Gewinnprognose massiv zusammengestrichen und den Abbau von 16 000 Arbeitsplätzen angekündigt. Dem Elektronik-Konzern machen wie vielen anderen japanischen Unternehmen der starke Yen und ein Einbruch der Kunden-Nachfrage angesichts der weltweiten Konjunkturkrise zu schaffen.

Die Berichte versetzen die Börse in Tokio in Alarmstimmung. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte fiel um 4,8 Prozent auf 8413,91 Punkte. Die Sony-Aktie fiel um knapp neun Prozent. Auch Papiere der Konkurrenten wurden in den Abwärtssog gezogen: Für Toshiba gab es einen Abschlag von 8,6 Prozent und für Canon einen Kursverlust von 7,2 Prozent. Der starke Yen belastet die Exporte zusätzlich zu der schwächeren Nachfrage.

Schon im Dezember hatte Sony für das laufende Geschäftsjahr einen Reingewinn von nur noch 150 Milliarden Yen statt der zuvor angepeilten 240 Milliarden Yen in Aussicht gestellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein massiver Gewinnrückgang von 59 Prozent. dpa yyzz z2 so
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