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US-Berichtssaison beginnt mit hohem Alcoa-Verlust
US-Berichtssaison beginnt mit hohem Alcoa-Verlust

New York (APAdpa/ag.) - Mit einem unerwartet hohen Verlust hat der weltgrößte Aluminiumkonzern Alcoa die im Krisenjahr 2009 mit besonderer Spannung erwartete Bilanzsaison der US-Firmen eröffnet. Der Konzern, dessen Geschäftsentwicklung als Barometer für den allgemeinen Wirtschaftsverlauf gesehen wird, wies für das vierte Quartal ein Minus von 1,2 Mrd. Dollar aus, die ersten roten Zahlen seit sechs Jahren.

Ein krasser Preisverfall für Aluminium, die globale Wirtschaftsflaute und Rückstellungen für Produktionskürzungen belasteten die Bilanz, erläuterte der frühere Siemens- und heutige Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld. Erst vor wenigen Tagen hatte Alcoa angekündigt, rund 15.000 seiner 97.000 Arbeitsplätze weltweit zu streichen, die Investitionen zu halbieren und die Produktion zu drosseln. Im Rahmen der Sparmaßnahmen will Alcoa auch Geschäftsbereiche verkaufen, Gehälter einfrieren und einen Einstellungsstopp verhängen. Damit sollen pro Jahr 450 Mio. Dollar eingespart werden.

Kleinfeld geht davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Aluminium 2009 um etwa zwei Prozent auf 36 Mio. Tonnen sinken wird. Experten schließen jedoch nicht aus, dass Alcoa noch tiefere Einschnitte vornehmen muss.

Industrie-Branchen, die über Jahre für eine stabile Aluminium- Nachfrage sorgten, leiden unter der schwachen Konjunktur und kappen ihre Produktion. Die Aluminium-Hersteller sitzen derzeit auf hohen Vorräten. Das alles führte bei Alcoa im Schlussquartal zu Abschreibungen und Sonderbelastungen von insgesamt 920 Mio. Dollar.

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