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Angeschlagene Royal Bank of Scotland steigt bei Bank of China aus


London/Peking (dpa) - Die angeschlagene britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) steigt bei der Bank of China aus. RBS verkauft seine Beteiligung für 1,6 Milliarden Pfund (1,8 Mrd Euro), wie die Bank am Mittwoch mitteilte. RBS hatte die Aktien im August 2005 erworben und für den Anteil von 4,3 Prozent damals 900 Millionen Pfund gezahlt. Einen Teil des Gewinns von 700 Millionen Pfund schluckt die Steuer.

Der Verkauf gilt als Ergebnis der strategischen Neuausrichtung der RBS, die mittlerweile mehrheitlich im staatlichen Besitz ist. RBS war in der Finanzkrise in Schieflage geraten und musste sich im Tausch gegen Aktien mit 20 Milliarden Pfund aus dem Banken-Rettungspaket bedienen, wodurch sich der Anteil des Staats auf fast 58 Prozent summierte. Durch den Ausstieg bei der Bank of China kann sich RBS beim geplanten Verkauf seines Versicherungsgeschäfts für bis zu 5 Milliarden Pfund ein wenig mehr Zeit lassen.

RBS-Chef Stephen Hester stellte klar, dass China ein wichtiger Markt für die Bank bleibe. Das Unternehmen beschäftigt 1400 Mitarbeiter in China mit Standorten in Peking, Shanghai und Shenzhen.

In den vergangenen Wochen hatten sich bereits die Schweizer UBS, die Bank of America und eine Stiftung des Hongkonger Milliardärs Li Kashing teilweise aus chinesischen Banken zurückgezogen. Der Aktienkurs der Bank of China in Hongkong, der im vergangenen Jahr schon um 44 Prozent gefallen war, hat inzwischen seit Jahresbeginn weitere 13 Prozent verloren.
dpa lw/pf xx z2 so
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