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Erster US-Bankenkollaps in diesem Jahr


Washington (APA/Reuters) - In den USA setzt sich die Serie der Bankenzusammenbrüche im Zuge der Finanzkrise auch 2009 fort. Als erstes Institut in diesem Jahr wurde die National Bank of Commerce aus dem Bundesstaat Illinois am Freitag von der staatlichen Einlagensicherung FDIC geschlossen. Die vergleichsweise kleine Regionalbank hat gut 430 Millionen Dollar an Vermögenswerten und rund 400 Millionen Dollar an Einlagen.

Im vergangenen Jahr führte die Finanzkrise zu 25 Bankenpleiten in den USA. 2007 waren es nur drei. Der Zusammenbruch von Washington Mutual im September war der bisher größte eines Finanzinstituts in der US-Geschichte. Als Reaktion auf den sprunghaften Anstieg der Zusammenbrüche hat die FDIC die Garantie für Einzelkonten auf 250.000 Dollar angehoben.

Die US-Regierung will unterdessen einem Zeitungsbericht zufolge angesichts der hartnäckigen Finanzkrise ihre Hilfen für die Branche ausweiten. Finanzministerium, Notenbank und die Behörde zur Einlagensicherung berieten mit Mitgliedern der künftigen Regierung von Barack Obama eine Reihe von Optionen, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Internetausgabe am Freitag.

Dazu zähle auch die Schaffung einer staatlichen, mit Steuergeldern finanzierten "Bad Bank" zum Aufkauf fauler Kreditpapiere, die derzeit noch die Bilanzen der Banken und damit das Finanzsystem schwer belasten. Als eine andere Möglichkeit werde ein breiterer Einsatz staatlicher Garantien für faule Anlagen von Geldhäusern diskutiert. Dieses Instrument setzte die US-Regierung bereits bei der Rettung der Großbanken Citigroup und Bank of America ein.
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