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Volksbanken nehmen wohl eine Milliarde Staatshilfe
Die Volksbanken AG (ÖVAG) werde höchstwahrscheinlich den gesamten Betrag von rund 1 Mrd. Euro beim Staat aufnehmen.

Wien (APA) - "Wir wollen das bis Anfang Februar finalisieren", sagte ÖVAG-Chef Pinkl in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil". Bereits im Dezember hatte sich die ÖVAG um Staatskapital bemüht, nun ist offenbar auch fix, dass der gesamte Betrag ausgenutzt wird.

Obwohl die ÖVAG Ende 2008 ohne Staatsgeld eine Kernkapitalquote von 7,5 Prozent erreiche, werde sie für 2009 "nicht umhinkönnen, an den Bund heranzutreten", so Pinkl. Das Institut würde wahrscheinlich auch mit 500 oder 700 Mio. Euro Staatshilfe durchkommen, die Gruppe brauche aber jetzt eine solide Eigenkapitalausstattung, um eventuelle Probleme in Osteuropa abzufangen.

Den Verlust der Kommunalkredit - sie wurde aufgrund ihrer Schieflage Anfang Jänner verstaatlicht - bezeichnet Pinkl als einen "schmerzhafter Rückschlag", der Erwerb der Investkredit-Gruppe inklusive Kommunalkredit sei schließlich eng mit ihm verbunden gewesen. "Das geht mir an die Nieren", so Pinkl. Jetzt gelte es, wieder nach vorne zu schauen und gute Arbeit zu leisten.

Ob es ihm Zusammenhang mit den Problemen in der Kommunalkredit auch ein Fehlverhalten der Organe gegeben habe, wollte Pinkl nicht kommentieren. Soweit es den damaligen Aufsichtsrat betreffe, sei er aber überzeugt, "dass wir im Rahmen des Aktiengesetzes korrekt gehandelt haben". Sollte die laufende Überprüfung durch PricewaterhouseCoopers (PwC) zum Ergebnis kommen, dass Fehler passiert seien, würden Konsequenzen zu ziehen sein, "so bitter das aus meiner Sicht auch sein mag". Sollte er tatsächlich schuldhaftes Verhalten an den Tag gelegt haben, werde der Aufsichtsrat über die Konsequenzen zu entscheiden haben. Er werde dann die "notwendigen Schritte" setzen.

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