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Rosenthal will Millionenkredit von Freistaat


Selb (dpa) - Der insolvente Porzellanhersteller Rosenthal will sich einem Zeitungsbericht zufolge beim Freistaat Bayern um einen Kredit in zweistelliger Millionenhöhe bemühen. Deutschlands größter Porzellanproduzent hoffe auf eine staatliche Kreditlinie in Höhe von rund zwei Monatsumsätzen, also etwa 30 Millionen Euro, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" (Montagsausgabe). Es könne sein, dass Rosenthal kurzfristig auf den Staat zukomme. Dabei beruft sich das Blatt auf Informationen aus "mit der Situation vertrauten Kreisen". Weiter heißt es: "Der Kredit sollte eine 'Anfangsliquidität' sicherstellen, wenn ein neuer Investor einsteige." Rosenthal war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Darüber hinaus sei das bayerische Wirtschaftsministerium "eng in die Bemühungen eingebunden, einen neuen Investor zu finden". Das Unternehmen beschäftigt weltweit 1545 Mitarbeiter, ein Restrukturierungsprogramm sieht jedoch den Abbau auf 1350 Stellen vor. Das Traditionsunternehmen hatte vor zehn Tagen Insolvenz angemeldet, vier Tage nach der irischen Rosenthal-Mutter Waterford Wedgwood.

Für den Porzellanproduzenten scheint es Hoffnung zu geben: "Es gab Kontaktaufnahmen von 10 bis 20 potenziellen Investoren", sagte Volker Böhm, der vorläufige Insolvenzverwalter der Rosenthal AG, dem Blatt. Als Favorit werde der italienische Kochtopf- und Besteckhersteller Sambonet Paderno gehandelt. Noch in dieser Woche soll es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommen.

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