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Triumph-Adler droht nach Wertberichtigung Abrutschen in Verlustzone


Nürnberg (dpa) - Dem Bürodienstleister Triumph-Adler droht nach dem Wegfall bisheriger steuerlicher Vorteile ein Abrutschen in die Verlustzone. Für die ersten neun Monate 2008 hatte der Konzern einen Gewinn von 4,7 Millionen Euro ausgewiesen. Dieser werde mit dem Wegfall steuerlicher Verlustabschreibungen in Höhe von 20 Millionen Euro wohl aufgezehrt, sagte ein Unternehmenssprecher am Montagabend. Firmenkreise halten einen Konzernverlust von 12 bis 14 Millionen Euro für denkbar. Zudem belasteten die Verluste die Eigenkapitalbasis. Die Schulden des Unternehmens könnten auf bis zu 60 Millionen Euro anwachsen.

Zudem sei nicht ausgeschlossen, dass einige Kreditgeber angesichts der veränderten Ertragslage von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machten. "In solchen Fällen werden wir allerdings klar machen, dass die veränderte steuerliche Situation des Unternehmens nach der Übernahme von Kyocera Mita keine Auswirkungen auf das operative Geschäft hat", betonte der TA-Sprecher. Zudem habe der künftige TA- Mehrheitseigner zugesichert, für abspringende Kreditgeber in die Bresche springen zu wollen. Mit der Übernahme von Triumph-Adler durch den japanischen Drucker-Hersteller Kyocera Mita Corporation sind die Verlustvorträge der TA aus früheren Jahren nicht mehr abzugsfähig. "Wir werden damit künftig - über die bisherige Mindestbesteuerung hinaus - Steuern zahlen müssen", sagte der TA-Sprecher.
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