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Zeitungen kämpfen mit sinkender Auflage - Weiterhin hohe Reichweite


Schwerin (dpa) - Die deutschen Zeitungen haben seit Jahren mit sinkenden Auflagen zu kämpfen. Im Juli 2008 hatten die 352 Zeitungstitel nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) eine Gesamtauflage von 25,9 Millionen Exemplaren, davon rund 23 Millionen in Westdeutschland und knapp 3 Millionen in den neuen Ländern. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging die Auflage um knapp 500 000 Exemplare zurück. Mit fast vier Prozent war der Rückgang im Osten weit stärker als im Westen, wo sich die Auflage um 1,6 Prozent verringerte.

Zu schaffen machen den Verlagen die Werbeflaute und die Internet- Konkurrenz. Im Boomjahr 2007 mit einem realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 2,5 Prozent wuchs der Gesamtumsatz der Zeitungen laut BDZV nur um 0,5 Prozent, von 9,14 auf 9,18 Milliarden Euro. Mit einem Werbeumsatz von 4,5 Milliarden Euro (+0,7 Prozent) blieben die Tageszeitungen der mit Abstand größte Werbeträger. Ihr Anteil am Gesamtwerbeaufkommen stagnierte jedoch bei 23 Prozent. Im ersten Halbjahr 2008 ging das Anzeigenvolumen bei regionalen und lokalen Abonnementszeitungen um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Im Jahr 2007 verdienten die Zeitungsverlage ihr Geld zu 53 Prozent mit Anzeigen und zu 47 Prozent aus dem Vertrieb.

Die Reichweiten der gedruckten deutschen Tageszeitungen ist nach Einschätzung des BDZV weiterhin hoch. Sie liegt bei rund 72 Prozent, was bedeutet, dass rund 47 Millionen Deutsche über 14 Jahre täglich eine Zeitung in die Hand nehmen. Knapp drei Viertel der Über-14- Jährigen lesen regelmäßig eine Tageszeitung.
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