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Bank Medici weist Schließungsgerüchte zurück


Wien (APA) - Die in den Madoff-Strudel geratene Bank Medici AG in Wien hat am Donnerstag Gerüchte über eine mögliche baldige Schließung des Instituts als "haltlos" zurückgewiesen. Die Bank verfüge unverändert über eine Vollbanklizenz. "Der Vorstand der Bank hält fest, dass keine Gründe für einen Entzug der Vollbanklizenz bestehen", wurde am Nachmittag in einer Aussendung betont.

Darüber hinaus besitze die Bank eine nach wie vor gute Liquiditätsausstattung und werde ihre Tätigkeiten fortsetzen. Der vor kurzem neu bestellte Vorstand der Medici Bank konzentriere sich gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer Regierungskommissär Gerhard Altenberger auf das laufende operative Geschäft. Zudem prüft die Bank Medici AG nach eigenen Angaben "derzeit sämtliche mögliche Maßnahmen, um die Interessen ihrer Kunden und Geschäftspartner bestmöglich abzusichern". Das Management sei "nach wie vor schockiert, direktes und indirektes Opfer der betrügerischen Aktivitäten von Herrn Madoff geworden zu sein", des mutmaßlichen US-Milliarden-Betrügers Bernard Madoff.

Zuletzt hatte das Magazin "Forbes" unter Berufung auf eine mit den Vorgängen in dem Geldhaus vertraute Person geschrieben, dass das Wiener Mini-Institut innerhalb der nächsten Wochen geschlossen wird. Außerdem würde die Bank wegen ihres eingeschränkten Geschäfts keine neue Banken-Konzession mehr erhalten, schrieb das Magazin. In der Finanzmarktaufsicht (FMA) wurde daraufhin auf APA-Anfrage am Mittwochabend lediglich darauf verwiesen, dass die Bank Medici eine Konzession habe. Der Regierungskommissär sei nach wie vor im Amt.

Die Bank Medici steht zu drei Viertel im Besitz der Gründerin Sonja Kohn und gehört zu einem Viertel der Bank Austria.
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