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Sparkasse Köln-Bonn: Nur Griff in die Reserven verhindert Verlust


Köln (dpa) - Die Sparkasse Köln-Bonn muss einen Großteil ihrer stillen Reserven aufbrauchen, um für das Jahr 2008 keinen Verlust auszuweisen. Es handele sich um einen dreistelligen Millionen-Betrag, sagte der neue Sparkassen-Chef Artur Grzesiek am Freitag in Köln. "Es tut schon weh, was wir an Korrekturen machen müssen", betonte er. "Und anschließend werden wir nicht mehr vieles haben." Die Finanzmarktkrise habe Deutschlands zweitgrößter Sparkasse stark zugesetzt.

Er gehe davon aus, dass die "Altlasten" aus der Vergangenheit - etwa durch Verzögerungen beim Umbau der früheren Messe-Rheinhallen - mit dem Jahresabschluss 2008 größtenteils erledigt sein werden. Die Belastungen durch die indirekte Beteiligung an der angeschlagenen WestLB schlügen bei der Sparkasse Köln-Bonn 2008 noch einmal mit 50 Millionen Euro zu Buche. Genauere Zahlen zum vergangenen Jahr will das Unternehmen im März veröffentlichen. Grzesiek erwartet, dass das Institut von 2009 an wieder "echte" schwarze Zahlen schreibt. Das Kerngeschäft laufe gut.

Im vergangenen Jahr sagten die Städte Köln und Bonn der Sparkasse eine Erhöhung der stillen Einlagen um insgesamt 300 Millionen Euro zu. Der Rheinische Sparkassenverband zeichnete außerdem über eine Tochtergesellschaft 300 Millionen Euro an Genussscheinen, damit die Sparkasse ihren Eigenkapitalquote erhöhen konnte.

Grzesiek kündigte für die nahe Zukunft ein Kreditprogramm für den Mittelstand an. In einem ersten Schritt werde die Sparkasse dafür rund 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen.
dpa pa yynwk n1 bb
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