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Banken haben auch für Osteuropa Eigenkapitalbedarf
Die heimischen Banken "haben für Osteuropa genauso Eigenkapitalbedarf" wie für Österreich, sagte Raiffeisen International-Chef Herbert Stepic am Samstag im "ORF-Mittagsjournal".

Wien (APA) - Die Probleme in der Region würden aus einer "Mischung verschiedener Faktoren" rühren, sagte Stepic, hob aber zugleich die "sehr starke Abhängigkeit von Fremdwährungskrediten" hervor.

"Osteuropa hat Probleme", räumt Stepic ein, diese seien angesichts der weltweiten Krise die gleichen wie in Westeuropa. Die Länder Osteuropas hätten aber eine besonders hohe Exportabhängigkeit, insbesondere von der EU, und in diesem Bereich gebe es einen besonders starken Abschwung. Allerdings komme die Krise erst verzögert in der Region an. Wenn nun die Realwirtschaft einbreche, dann würde dies zu geringeren Einkommen und damit zu mehr notleidenden Krediten führen und das würde dann auf die in Osteuropa tätigen Banken durchschlagen. Viele lokale Währungen haben seit Ausbruch der Wirtschaftskrise gegenüber dem Euro oder dem Schweizer Franken stark abgewertet, die Rückzahlung von Krediten, die in diesen Währungen aufgenommen wurden, wird dadurch teurer und schwieriger.

Österreichische Banken sind die größten Kreditgeber in Osteuropa. Sie haben jeden fünften Bankenkredit in der Region vergeben, in Summe 228 Mrd. Euro oder zwei Drittel des österreichischen Bruttoinlandsproduktes. Raiffeisen International hat in Osteuropa das neunfache ihres Kapitals an Krediten ausstehen, bei anderen Banken soll es das siebenfache sein.

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