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Pfizer will bis zu 70 Milliarden für Wyeth zahlen


New York (dpa) - Pharma-Branchenprimus Pfizer kommt einer Übernahme des Konkurrenten Wyeth laut einem Zeitungsbericht immer näher. Pfizer habe sich eine Finanzierung über 25 Milliarden Dollar gesichert und wolle den Rest des Gesamtpreises von bis zu 70 Milliarden Dollar aus den eigenen Cash-Reserven zahlen, berichtete das "Wall Street Journal" am Samstag unter Berufung auf informierte Personen. Pfizer und Wyeth kämen zusammen auf einen Jahresumsatz von rund 75 Milliarden Dollar. Der Zusammenschluss könnte laut Experten eine neue Fusionswelle in der Branche auslösen.

Pfizer wolle etwa 50 Dollar pro Wyeth-Aktie zahlen, hieß es. Das wäre ein Aufschlag von 30 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag - den letzten Stand, bevor Informationen über den geplanten Mega-Deal durchsickerten. Der Gesamtwert der Übernahme würde damit zwischen 65 und 70 Milliarden Dollar liegen. Eine Einigung könne bereits Anfang kommender Woche erzielt werden.

Pfizer steht wie auch andere Pharmariesen schwer unter Druck durch konkurrierende billigere Nachahmermedikamente (Generika). Der Branchenführer braucht dringend Nachschub an neuen und umsatzstarken Medikamenten, denn der Generikahersteller Ranbaxy darf Ende Dezember 2011 in den USA eine Billigversion des weltweit meistverkauften Pfizer-Medikaments Lipitor auf den Markt bringen. Der Blutfettsenker brachte es 2007 auf fast 13 Milliarden Dollar Umsatz.

Nach früheren Schätzungen der Ratingagentur S&P könnten Pfizer durch das Auslaufen von Patenten in den kommenden fünf Jahren 41 Prozent des Umsatzes und die Hälfte des Gewinns wegbrechen.

Im Jahr 2003 hatte Pfizer den Konkurrenten Pharmacia für 64 Milliarden Dollar geschluckt. Seither gab es in der Branche keine noch größere Übernahme.
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