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SAP-Jahresabschluss im Zeichen von Machtwechsel im Vorstand


Walldorf/Frankfurt (dpa) - Europas größter Softwarekonzern SAP legt an diesem Mittwoch (28. Januar) seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 vor. Vorstandschef Henning Kagermann hat bereits angekündigt, dass der Walldorfer DAX-Konzern seine Jahresziele vor dem Hintergrund der Finanzkrise voraussichtlich nicht gehalten hat. Nach Einschätzung von Branchenexperten wird der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware wegen der unsicheren Wirtschaftslage zudem auf eine konkrete Umsatzprognose für 2009 verzichten.

Die Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt wird im Zeichen des Machtwechsels bei dem Softwarekonzerns stehen. Der bisherige gleichberechtigte Co-Vorstandsvorsitzende Léo Apotheker soll bei der Präsentation der Unternehmensstrategie an die Stelle von Kagermann rücken. Grund ist das bereits angekündigte Ausscheiden des 61 Jahre alten Managers im Mai dieses Jahres.

SAP hatte im dritten Quartal 2008 einen deutlichen Gewinnrückgang und einen Verlust von Marktanteilen verzeichnet. Daraufhin waren die Wachstumsziele für das Jahr gesenkt worden. Das Management ordnete außerdem ein unbefristetes Sparprogramm in Höhe von rund 200 Millionen Euro an. Betriebsbedingte Kündigungen wurden nicht mehr ausgeschlossen.

Im Jahr 2007 hatte SAP einen Gesamtumsatz 10,2 Milliarden, ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 2,74 Milliarden und einen Nettogewinn von 1,92 Milliarden Euro erzielt. Die Erlöse aus dem Verkauf von Software lagen bei 3,4 Milliarden und die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse bei 7,4 Milliarden Euro. Dieser Produktumsatz gilt als eine entscheidende Kennziffer für das Geschäft von SAP.

Ursprünglich hatte das Softwarehaus für 2008 als Ziel einen Anstieg des Produktumsatzes um bis zu 27 Prozent und eine Steigerung der Mitarbeiterzahl im Konzern um 4000 (2007: 43 900) angekündigt.

[SAP Deutschland AG & Co. KG]: Hasso-Plattner-Ring 7, 69190 Walldorf  << zurück zur Übersicht