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Fünf Milliarden Euro Exporthilfe für EADS/Airbus


Paris (dpa) - Frankreich will nach Informationen der Pariser Wirtschaftszeitung "Les Echos" die Exporte des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS und seiner Tochter Airbus mit fünf Milliarden Euro fördern. Deutschland und die anderen Airbus-Staaten dürften folgen, berichtet das Pariser Blatt (Montag) unter Berufung auf Experten des Wirtschaftsministeriums. Die staatlichen Exportkreditversicherer Coface (Frankreich) und Hermes Euler (Deutschland) wollen ihr Engagement für die Flugzeugkäufer in diesem Jahr verdoppeln.

Die neue französische Refinanzierungsgesellschaft SFEF soll dem Bericht zufolge den Banken sieben Milliarden Euro zur Refinanzierung der Wirtschaft bereitstellen. Davon seien fünf Milliarden für EADS- Kunden reserviert. Die SFEF hat bisher sieben Milliarden US-Dollar aufgenommen, um der Wirtschaft aus der Kreditklemme zu helfen. Hauptnutznießer sind bisher die Großbanken Calyon (Crédit Agricole), BNP Paribas, Société Générale und Natixis. In Deutschland könnten es die DVB Bank, KfW und HSH Nordbank sein, schreibt "Les Echos".

Airbus und Boeing haben Rekordauftragsbücher, doch ihre Kunden haben derzeit große Probleme, die Abnahme von Flugzeugen zu finanzieren. Im Schnitt finanzieren die Banken 40 Prozent eines Flugzeugkaufs. Airbus-Chef Thomas Enders erklärte für 2009 die Sicherung der Fertigung zum Hauptziel. EADS will daher einen Teil seiner neun Milliarden Euro Barmittel zur Verkaufsfinanzierung bereitstellen. Derzeit liegt die Kundenfinanzierung mit 1,2 Milliarden Euro erst bei knapp einem Viertel des in der letzten Luftfahrtkrise erreichten Wertes  << zurück zur Übersicht