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VW legt Neunmonatszahlen vor
Wolfsburg (dpa) - Begleitet von spektakulären Kurskapriolen der Aktie legt der Wolfsburger Autobauer Volkswagen an diesem Donnerstag seine Neunmonatszahlen vor. Von der Krise in der Branche war VW bisher noch weniger betroffen als viele seiner Konkurrenten. Die Achterbahnfahrt der VW-Aktie an der Börse hat dabei nach Einschätzung der Experten aber mit der realen Unternehmensentwicklung nichts zu tun. Die Wolfsburger haben anders als andere Hersteller ihre Erwartungen für dieses Jahr noch nicht zurückgenommen. Aber auch VW blickt mit Sorgen ins nächste Jahr, in dem für die gesamte Autoindustrie eine harte Durststrecke erwartet wird.

Der Konzernabsatz hatte in den ersten neun Monaten 2008 mit 4,8 Millionen Autos noch ein Plus von 3,9 Prozent erreicht. Auch in dem schwierigen Monat September hat VW trotz Finanzkrise und eines generell schwachen Branchenumfeldes mit 550 000 Auslieferungen noch um 0,7 Prozent zugelegt. Allerdings habe sich die Lage für die gesamte Branche weltweit deutlich verschlechtert. Aber dennoch hält VW nicht nur an dem Ziel fest, 2008 mehr Fahrzeuge zu verkaufen als 2007.

VW-Chef Martin Winterkorn geht auch nach wie vor davon aus, den Absatz bis 2018 um fünf Millionen auf 11,2 Millionen Fahrzeuge zu erhöhen. Volkswagen verweist dazu auf vor allem auf eine junge Modellpalette, umweltfreundliche Angebote und kommende Neuerscheinungen im Kleinwagensektor, die den Bedürfnissen der Käufer in der derzeitigen Konjunkturlage entgegen kämen. In der aktuellen Lage müsse und werde man zudem flexibel auf eine sinkende Nachfrage reagieren. Die Kostenbremse müsse konsequent angezogen und nicht unbedingt notwendige Investitionen zurückgestellt werden.

VW hatte Sonderschichten gestrichen, die Produktion umgestellt und bei einigen Töchtern wie Skoda und Seat auch die Bänder vorübergehend angehalten. Die Stammbelegschaft will Winterkorn erhalten, bei Leiharbeitern werden aber auslaufende Verträge möglicherweise nicht verlängert.
dpa ta yyni n1 so
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