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500 Mio. Euro Immoeast-Gelder nicht auffindbar

Wien (APA) - Knalleffekt in der angeschlagenen Immofinanz-Gruppe: Ein 500 Millionen Euro schwerer Kredit, den die Ost-Tochter Immoeast an eine Tochter einer liechtensteinischen Stiftung vergeben hat, soll sich buchstäblich in Luft aufgelöst haben, berichtet die Tageszeitung "Der Standard". Die Organe der Firma, die den Betrag als Anleihe erhalten haben soll, hätten den Staatsanwalt eingeschaltet, heißt es.

Bei der Transaktion handelt es sich um eine Anleihe aus Mitteln der letzten Kapitalerhöhung im Frühjahr 2007, die an eine "Immofinanz Beteiligungs AG" vergeben, die neue Immofinanz-Führung erst vor wenigen Tagen enthüllt hatte. Die Beteiligungsfirma habe aber nichts mit der Immofinanz AG selbst zu tun.

Gegenwärtig stünden noch etwa 520 Mio. Euro aus, die aber bereits gekündigt worden seien. Ende Oktober sollte die nächste Tranche in Höhe von 150 Mio. Euro zurückfließen, hatte es vor zwei Wochen von Seiten des damaligen AR-Vorsitzenden Wolfgang Reithofer geheißen. Die Existenz des Corporate Bonds war überhaupt erst bei der Antrittspressekonferenz Reithofers mit dem neuen Vorstandschef Thomas Kleibl bekannt geworden.

Angeblich hat aber die "Immofinanz Beteiligungs AG" gar keine Anleihe begeben und "schuldet daher auch der Immoeast kein Geld", wie der "Standard" einen nicht genannten Aufsichtsrat der "Immofinanz Beteiligungs AG" zitiert. Trotz Aufforderung habe keiner der Involvierten bisher einen Anleihevertrag vorlegen können.

Das Geld dürfte von den Immoeast-Konten bei der Constantia-Privatbank zunächst auf Konten der Immofinanz-Beteiligungs AG (ebenfalls bei der CPB) überwiesen worden sein, mutmaßt die Zeitung. "Von dort floss es weiter." Nachsatz: Die "Frage, wohin das Geld floss, werden wohl die Ermittler beantworten müssen."

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