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Hypo Real Estate flüchtet unter Rettungsschirm
Als erste große deutsche Privatbank flüchtet sich der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) unter den Rettungsschirm der deutschen Bundesregierung. Der DAX-Konzern will eine Bürgschaft für einen Bundesbankkredit in Höhe 15 Mrd. Euro. München (APA/AP) - Dadurch solle die Zeit überbrückt werden, bis das angekündigte 50-Milliarden-Hilfspaket für die HRE zur Verfügung stehe, erklärte das Institut.

Ursprünglich habe das Geld aus diesem Paket von deutscher Regierung und Privatbanken bereits Ende Oktober, Anfang November zur Verfügung stehen sollen, erklärte Sprecher Hans Obermeier. Aus technischen Gründen verzögere sich dies aber wohl bis Mitte November. Den jetzigen Antrag habe man gestellt, um in der Zwischenphase nicht unter Druck zu kommen. Wenn das Rettungspaket in Kraft sei, würden die 15 Mrd. Euro zurückgezahlt.

Offen ist weiterhin, ob die Münchner Staatsanwaltschaft wegen der Beinahepleite der HRE Ermittlungen aufnimmt, wie deren Sprecher Anton Winkler erklärte. Nachdem zahlreiche Anzeigen eingegangen seien, habe sie ein Gutachten der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angefordert, das inzwischen vorliege, sagte er. Die Entscheidung werde in ein bis zwei Wochen fallen.

Die Hypo Real Estate war infolge der Finanzmarktkrise und dem Austrocknen der kurzfristigen Kreditmärkte ins Trudeln geraten und stand vor der Pleite. Vor allem die irische Tochter Depfa hatte sich auf den kurzfristigen Interbankenhandel verlassen. Die HRE musste durch ein milliardenschweres Rettungspaket von Staat und Banken vor dem Aus bewahrt werden. Das Volumen musste aufgestockt werden, nachdem neue Milliardenlöcher bekanntgeworden waren.

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