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Platzt AUA-Verkauf, muss Staat zahlen
Wien (APA) - Der Staat wird im Fall eines Scheiterns des Verkaufs der Austrian Airlines (AUA) an einen starken Airlinepartner mit \"viel Geld\" einspringen müssen. Dies bestätigte am Mittwoch SPÖ-Chef Verkehrsminister Faymann. Noch aber sei der Verkaufsprozess im Gang, der Zeitplan weiter aufrecht. Das versicherte die ÖIAG. Laut dem auslaufenden Privatisierungsauftrag muss bis 28. Oktober der Verkauf durch sein.

Als einziger Bieter übrig ist die Lufthansa. Offen ist, wieviel sie bietet und ob sie sich - nach Eskalation der internationalen Finanzkrise, rauerem Wind in der Airlinebranche und wachsender AUA-Verluste - überhaupt an die von Österreich an den Verkauf geknüpften Bedingungen gebunden fühlt.

Dass am Dienstag mit Air France und S7 zwei Bieter die Offertfrist verstreichen ließen und zudem über die Einstufung des verbleibenden Lufthansa-Angebots Zweifel herschten, hat die Anleger in Wien Mittwoch Früh offenbar in Schrecken versetzt. So stürzte die AUA-Aktie knapp nach Handelsbeginn um fast 40 Prozent ab. Was SPÖ-Finanzstaatssekrtär Matznetter \"extrem beunruhigend\" fand und ihn bewog, die österreichische Airline in Schutz zu nehmen: \"Die AUA ist nicht die Alitalia\".

Der für die ÖIAG und damit für den AUA-Verkauf ressortzuständige Finanzminister Molterer äußerte sich am Mittwoch nicht. Der Privatisierungsauftrag sei aufrecht, hieß es lediglich aus seinem Büro. Die ÖIAG ist mit 41,6 Prozent derzeit Hauptaktionärin der AUA. Ihr Anteil wurde zum Verkauf gestellt. Von erst zwölf Interessenten für die AUA blieben drei über, seit Dienstag ist es offenbar nur noch einer.

Sollte der AUA-Verkauf platzen, müsse man die Möglichkeit mitbedenken, dass die Republik einspringt, sagte Faymann am Mittwoch nach dem Ministerrat vor Journalisten. Das hieße eine mögliche Kapitalerhöhung durch den Staat, bestätigte er. Ob die AUA staatliche Hilfe braucht, werde man am Dienstag wissen.

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