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Alitalia-Bankrott rückt immer näher
Die italienische Fluggesellschaft Alitalia steht vor dem Aus. Das italienische Unternehmerbündnis CAI hat beschlossen, kein Angebot für die Übernahme der bankrotten Alitalia einzureichen.
Rom (APA) - Der Beschluss wurde vom Aufsichtsrat getroffen, nachdem ein Teil der neun Einzelgewerkschaften der Alitalia beschlossen hatten, nicht das Arbeitsvertragsmodell für die neue Fluggesellschaft zu unterzeichnen.

Das Konsortium hätte bis Freitag um Mitternacht ein Angebot einreichen müssen, hatte dies aber von der Unterzeichnung eines vorläufigen Dokuments durch die Gewerkschaften abhängig gemacht. Dieses unterzeichneten trotz einer Einigung von Ende September Piloten-und Flugbegleitergewerkschaften nun doch nicht.

Die CAI hatte am Donnerstag die Verhandlungen mit den neun Alitalia-Einzelgewerkschaften abgebrochen. Grund war die unnachgiebige Haltung der Gewerkschaften über das von der CAI vorgelegte Arbeitsvertragsmodell für die Mitarbeiter der "neuen Alitalia", berichteten italienische Medien. Der CAI-Plan sah die Streichung von über 3.250 Jobs vor. Die Regierung in Rom hatte den von der Entlassung bedrohten Beschäftigten bereits Entschädigungszahlungen für die kommenden sieben Jahre zugesichert.

Jetzt scheint der Bankrott der noch staatlichen Fluggesellschaft unabwendbar. Vergebens hatte der Präsident des Unternehmerbündnisses CAI, Roberto Colaninno, an die Gewerkschaften appelliert, das Arbeitsvertragsmodell zu unterzeichnen. Die Ressourcen des Unternehmen würden maximal bis Ende November genügen.

Gruppen besorgter Mitarbeiter der Fluggesellschaft versammelten sich am Freitagabend auf dem römischen Flughafen Fiumicino. Besorgt zeigt sich auch der italienische Industrieminister Claudio Scajola. Er warf den Gewerkschaften Verantwortungslosigkeit vor. Alitalia gehört zu 49,9 Prozent dem Staat und macht täglich einen Verlust von drei Millionen Euro.

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