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Verwirrspiel um Alitalia

Rom (APA) - Bei den Bemühungen um die Rettung der bankrotten Fluggesellschaft Alitalia ist es am Freitagabend zu einer überraschenden Wende gekommen. Die Investorengruppe CAI, die am Nachmittag noch erklärt hatte, auf die Einreichung eines verbindlichen Angebots für die marode Airline verzichten zu wollen, reichte am Abend offenbar doch noch eine Offerte ein.

Um das Scheitern der Bemühungen um die Alitalia abzuwenden, hatte sich Regierungschef Berlusconi persönlich eingesetzt. Bei einem Treffen mit CAI-Präsidenten Roberto Colaninno am Freitagabend konnte er das Konsortium überreden, doch noch ein Angebot für die Alitalia vorzulegen, obwohl Teile der Alitalia-Gewerkschaften beschlossen hatten, nicht das Arbeitsvertragsmodell für die neue Fluggesellschaft zu unterzeichnen.

Das Konsortium musste bis Freitag um Mitternacht ein Angebot einreichen, hatte dies aber von der Unterzeichnung eines vorläufigen Dokuments durch die Gewerkschaften abhängig gemacht. Dieses unterzeichneten den Angaben zufolge trotz einer Einigung von Ende September Piloten-und Flugbegleitergewerkschaften nun doch nicht. Trotz der ablehnenden Haltung will CAI doch noch an den Übernahmepläne für die Alitalia festhalten.

Berlusconi begrüßte die Wende im Kampf um die Alitalia-Rettung. "Ich bin optimistisch, die Alitalia wird überleben", sagte der Ministerpräsident. Der CAI-Plan sieht die Streichung von über 3.250 Jobs vor. Die Regierung in Rom hat den von der Entlassung bedrohten Beschäftigten bereits Entschädigungszahlungen für die kommenden sieben Jahre zugesichert.

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